Was ist Radball?
Radball wird hauptsächlich in der Halle gespielt. Wie beim Fußball muss der Ball ins gegnerische Tor geschossen werden. Allerdings wird der Ball nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Rad gespielt.
Der Ball hat einen Durchmesser von 17 cm – 18 cm und wiegt ca. 600 gr. und ist mit Roßhaar gefüllt. Die Profis erreichen damit eine Schußgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Ein Team besteht aus Feldspieler:in und Torwart:in, wobei die Zuordnung wechseln kann. Beim Angriff spielen beide Spieler:innen zusammen. In der Verteidigung darf nur ein:e Spieler:in den Torraum als Torwart:in verteidigen.
Beim spielen müssen die Füße an den Pedalen und die Hände am Lenker sein. Bei Bodenberührung muß sich der oder die Spielende wieder ins Spiel bringen, indem er/sie über die eigene Torauslinie aus- und wieder einfährt. Der Torwart darf zur Abwehr, innerhalb des Strafraums ,die Hände benutzen.
Radball erfordert ein hohes Maß an Radbeherrschung und Gleichgewichtssinn. Auch die Kondition wird gefordert, denn das Spiel ist geprägt von Tempowechseln und schnellen Spielzügen.
Radball kann von Groß und Klein gespielt werden. Das optimale Einstiegsalter ist von 8 bis 12 Jahren (aber auch später ist kein Problem), je nach Begabung kann schon nach kurzer Zeit an Spieltagen teilgenommen werden.
Radball Räder
Radball Räder sind spezielle Fahrräder mit nach vorne gekrümmtem Lenker, um eine bessere Hebelwirkung beim Ball schlagen zu erzielen. Ein Radballrad hat keine Bremsen. Die Übersetzung ist 1:1 und somit kann man sowohl vorwärts als auch rückwärts fahren.

Spielregeln
Das Spielfeld hat eine Abmessungen von 11m x 14m und ist mit 30cm hohen Schrägbanden umrahmt. Ein Spiel dauert 2x 7 Minuten. An einem Spieltag finden in der Regel 3 -5 Spiele statt.
Der Ball darf ausschließlich mit den Rädern oder dem Kopf gespielt werden, während der Einsatz von Händen und Füßen grundsätzlich nicht erlaubt ist. Eine Ausnahme gilt im Strafraum: Dort darf ein Spieler als Torwart den Ball mit den Händen abwehren. Eine besondere Regel betrifft die Bodenberührung – setzt ein Spieler den Fuß auf den Boden, darf er zunächst nicht aktiv ins Spiel eingreifen und muss erst wieder über die eigene Tor-Aus Linie fahren.
Bei Regelverstößen entscheidet der Schiedsrichter auf Freistoß oder 4-Meter für die gegnerische Mannschaft. Körperkontakt ist nur eingeschränkt erlaubt, und faires Verhalten steht im Vordergrund. Zudem erfordert das Spiel ein hohes Maß an Teamarbeit, da beide Spieler ihre Rollen als Angreifer und Verteidiger ständig wechseln und sich optimal abstimmen müssen. Auch die spezielle Fahrradtechnik, wie das Fahren auf der Stelle oder schnelle Richtungswechsel, ist entscheidend für den Spielverlauf.
Radball verbindet Technik, Gleichgewicht, Ausdauer und schnelle Reaktionen und macht den Sport dadurch besonders anspruchsvoll und spannend. Gleichzeitig begeistert er durch seine Dynamik und die ungewöhnliche Spielweise sowohl Spieler als auch Zuschauer.
